Samstag, 23. Juni 2018
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Die Geschichte der Feuerwehr Lauf

Die Gründung der Freiwilligen Turn- und Feuerwehr Lauf

In der Stadt Lauf gab es vor der Gründung einer Feuerwehr wie überall eine Art Pflichtfeuerwehr, in der alle feuerwehrpflichtigen Männer Dienst tun mußten. Von der Feuerwehrpflicht waren nur diejenigen ausgenommen, die in der Stadt ihre Wehrpflicht erfüllten oder sich infolge eines öffentlichen Dienstverhältnisses in der Stadt aufhielten und diejenigen, die das 40. Lebensjahr bereits überschritten hatten. 
An Ausrüstung existierten lediglich einige Wasserkufen und verschiedene Handspritzen aus dem Jahr 1841 sowie eine Spritze aus dem Jahr 1845.

Auch in Lauf nahmen die Freiwillige Feuerwehr und der Turnverein einen gemeinsamen Anfang. 
Der am 29. September 1861 gegründete Turnverein mußte zu Beginn mit weitverbreiteten Vorurteilen und Skepsis in der Bevölkerung kämpfen. Von der Bevölkerung wurden die Turner abfällig als „Durnelesboum“ oder „Laffer Springingerla“ bezeichnet Schon bald nach ihrer Gründung, am 26. Juni 1862, stellten sich die Turner dem Stadtmagistrat im Brandfall als geschlossene Einheit zur Verfügung. Am 26. März des Jahres 1863 wurde schließlich von den Mitgliedern des Turnvereins in einer Versammlung die freiwillige Turn- und Feuerwehr Lauf gegründet, deren Vereinssatzung und Dienstvorschrift der Stadtmagistrat am 12. Mai 1863 genehmigte. Zum Kommandanten wurde Albrecht Dreykorn gewählt, Vereinsvorstand war Fritz Bayer.

In der Dienstvorschrift von 1864 stand geschrieben:

„Die Turn- und Feuerwehr Lauf verpflichtet sich, ihre Dienste freiwillig nicht nur bei Feuersgefahr, sondern bei allen Leben oder Eigentum der Bürger, der Gemeinde, oder des Staates bedrohenden Ereignissen zu leisten. D
arauf beziehen sich ihr Name und die Übungen. Sie wird daher bei Einstürzen, Verschüttungen, bei Hochwasser ebenso zur Hilfe herbeieilen wie bei Bränden und nach den gegebenen Anordnungen tätig zu sein.“

Die Dienstvorschrift regelte auch die genaue Organisation des Vereins. Sie gliederte die Feuerwehr in 5 Abteilungen, die nach ihren Aufgaben geordnet und benannt waren. Zur Unterscheidung der einzelnen Abteilungen dienten verschiedenfarbige Armbinden. Die erste Gruppe waren die Steiger, deren Aufgabe es war, das brennende Haus zu besteigen und Menschen und Güter zu retten. Die zweite Gruppe waren die Schlauchführer, die das Feuer direkt mit Wasser bekämpften. Die Aufgabe der dritten Gruppe, der Einreißer, war es, die größeren Leitern aufzustellen und alle Hindernisse zu beseitigen. Die vierte Gruppe, die Retter nahmen das von den Steigern gerettete Gut entgegen und unterstützten die Steiger, während die fünft
e Gruppe, die Spritzenmänner, die Spritzen bediente und die Schlauchführer unterstützte. Diese Abteilungen unterteilten sich je nach Mannschaftsstärke in verschieden viele Züge, die ihrerseits aus jeweils 4 Sektionen zu jeweils 6 Mann bestanden. Außerhalb der 5 Abteilungen gab es noch die Abteilung der Signalisten und die Sanitätsabteilung. Den Oberbefehl führte der Kommandant, der wie sein Vertreter, der 2. Kommandant, von einer Generalversammlung gewählt wurde. Auch die Zug– und Sektionsführer wurden demokratisch von der jeweiligen Abteilung gewählt. Nur der Adjutant, dessen Aufgabe die Übermittlung von Befehlen war, wurde vom Kommandanten bestimmt. In der Dienstverordnung waren auch die Pflichten der Feuerwehrleute genau festgelegt. Sie mußten bei jeder Übung und jedem Brand am Gerätehaus im Erdgeschoß des Rathauses erscheinen und sich bei ihrem Führer melden. Nach jeder Übung oder jedem Einsatz mußte der Kommandant eine Versammlung der Führer einberufen. Neben der freiwilligen Feuerwehr existierte in der Stadt weiterhin eine Pflichtfeuerwehr, die nun dem Feuerwehrkommandanten unterstellt wurde.

Der Wehr wurde von den Laufer Frauen eine Fahne gestiftet, die insbesondere die Gemeinschaft mit dem Turn- und Feuerwehrverein zeigen sollte. Auf der einen Seite ziert der Wahlspruch der Turner, „Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei“, die Fahne, auf der anderen Seite der Wahlspruch der Feuerwehr, „Gott zur Ehr`, dem Nächsten zur Wehr“. So konnte man zusammen mit anderen Turn- und Feuerwehrvereinen aus der Umgebung ( Nürnberg, Schniegling- Doos und Wöhrd) im Juni die Fahnenweihe begehen.

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